Gesichter
Gesichter sind die Lesebücher des Lebens.
© Federico Fellini, italienischer Filmregisseur (1920 - 1993)
Sehnsucht
Das Amt des Dichters
ist nicht das Zeigen der Wege,
sondern vor allem
das Wecken der Sehnsucht.
© Hermann Hesse, deutscher Schriftsteller (1877 - 1962)
Erfolg
Erfolg verändert den Menschen nicht.
Er entlarvt ihn.
© Max Frisch, schweizer Schriftsteller, Dramatiker und Architekt (1911 - 1991)
Unterhaltungen
So geht es oft mit einer Unterhaltung:
Nach einer Weile vergeblicher Auseinandersetzung merkt man, dass man gar nicht von derselben Sache gesprochen hat.
© André Gide, französischer Schriftsteller (1869 - 1951)
Zeit
Die Zeit vergeht nicht schneller als früher, aber wir laufen eiliger an ihr vorbei.
© George Orwell, englischer Schriftsteller und Journalist (1903 - 1950)
Ruhm
Ruhm bedeutet vor allem,
dass man zum richtigen Zeitpunkt stirbt.
© Alfred Polgar, österreichischer Schriftsteller und Kritiker (1873-1955)
Ansichtssache
Wenn wir bedenken,
dass wir alle verrückt sind,
ist das Leben erklärt.
© Mark Twain, eigentlich Samuel Langhorne Clemens, US-amerikanischer Schriftsteller (1835 - 1910)
Schweigen
Schweigen ist ein Argument,
das kaum zu widerlegen ist.
© Heinrich Böll, deutscher Schriftsteller (1917 - 1985)
Feigheit
Feig, wirklich feig ist nur,
wer sich vor seinen Erinnnerungen fürchtet.
© Elias Canetti, Erzähler, Dramatiker, Essayist, Aphoristiker und Nobelpreisträger für Literatur (1905 - 1994)
Weise Worte
Jeder,
der sich die Fähigkeit erhält,
Schönes zu erkennen,
wird nie alt werden.
© Franz Kafka, österreichischer Schriftsteller (1883 - 1924)
Liebe
Liebe schaut durch ein Teleskop,
Neid durch ein Mikroskop.
© Josh Billings, US-amerikanischer Humorist (1818 - 1885)
Humor
Aller höherer Humor fängt damit an,
dass man die eigene Person
nicht mehr ernst nimmt.
© Hermann Hesse, deutscher Schriftsteller (1877 - 1962)
Der Mensch
Es gibt keine Mittel,
zu dem der Mensch nicht greifen würde,
nur um nicht denken zu müssen.
© Thomas Alva Edison, US-amerikanischer Erfinder (1847 - 1931)
Ein stolzer Mensch
verlangt von sich das Außerordentliche.
Ein hochmütiger Mensch
schreibt es sich zu.
© Marie von Ebner-Eschenbach, österreichische Schriftstellerin (1830 - 1916)
Man urteilt über andere nicht so falsch wie über sich selbst.
© Luc de Clapiers, Marquis de Vauvenargues französischer Philosoph, Moralist und Schriftsteller (1715 - 1747)
Bescheiden können nur die Menschen sein,
die genug Selbstbewusstsein haben.
© Gabriel Laub, polnisch-deutscher Schriftsteller und Journalist (1928 - 1998)
Wenn sich zwei streiten,
ist der,
der dem Zornigen nicht widerspricht,
der weisere.
© Euripides, griechischer Dichter (ca. 485/480 v. Chr. - 406 v. Chr.)
Die große Stärke der Narren ist es,
dass sie keine Angst haben,
Dummheiten zu sagen.
© Jean Cocteau, französischer Schriftsteller, Maler und Regisseur (1889 - 1963)
Der Optimist hat nicht weniger oft Unrecht als der Pessimist, aber er lebt froher.
© Charlie Rivel, weltberühmter Clown (1896 - 1983)
Es ist nicht wenig Zeit,
die wir zur Verfügung haben,
sondern es ist viel Zeit,
die wir nicht nutzen.
© Lucius Annaeus Seneca, römischer Dichter, Philosoph und Staatsmann (4 v. Chr. - 65 n. Chr.)
Kein besseres Heilmittel gibt es im Leid als eines edlen Freundes Zuspruch.
© Euripides, griechischer Dichter (ca. 485/480 v. Chr. - 406 v. Chr.)
Die Minderheiten
sind die Mehrheiten
der nächsten Generation.
© Jean Paul Sartre, französischer Schriftsteller und Philosoph (1905 - 1980)
Das ärgerliche am Ärger ist,
dass man sich schadet,
ohne anderen zu nützen.
© Kurt Tucholsky, deutscher Schriftsteller (1890 - 1935)
Es gibt drei Sorten von Menschen:
solche, die sich zu Tode sorgen;
solche, die sich zu Tode arbeiten;
und solche, die sich zu Tode langweilen.
© Winston Churchill, britischer Staatsmann und Autor (1874 - 1965)
Die Gerechtigkeit ist nichts anderes
als die Nächstenliebe des Weisen.
© Gottfried Wilhelm von Leibniz, deutscher Mathematiker (1646 - 1716)
Erfahrung ist fast immer
eine Parodie auf die Idee.
© Johann Wolfgang von Goethe, deutscher Dichter (1749 - 1832)
Das Gewissen ist eine Schwiegermutter, deren Besuch nie endet.
© Henry Louis Mencken, US-amerikanischer Journalist und Schriftsteller (1880 - 1956)
Ein höflicher Mensch
kokettiert lieber mit seinen Lastern
als mit seinen Tugenden.
© Johannes Groß, deutscher Publizist (1932 - 1999)
Vielleicht muss man die Liebe gefühlt haben, um die Freundschaft richtig zu erkennen.
© Nicolas Sébastien Chamfort, französischer Schriftsteller (1741 - 1794)
Tapferkeit ist ein Anfall,
der bei den meisten Menschen
schnell vorübergeht.
© Mark Twain, US-amerikanischer Schriftsteller (1835 - 1910)
Seine eigene Dummheit zu erkennen
mag schmerzlich sein.
Keinesfalls aber eine Dummheit.
© Oliver Hassencamp, deutscher Schriftsteller (1921 - 1988)